Managementimmobilien

Begriff

Bei Managementimmobilien handelt es sich um Immobilien, die für die Nutzung durch eine bestimmte Art von Betrieben konzipiert sind und vom Eigentümer selber betrieben wird, gegebenenfalls mit Subnutzern (zB verschiedene Ladenbesitzer in Einkaufscenter).

Synonyme:

  • Betriebsimmobilien
  • Unternehmensimmobilien / Corporate Real Estate (CRE)

» Weiterführende Informationen zum Thema Unternehmensimmobilien

Abgrenzung

Betreiberimmobilie
=   Immobilie spezieller Nutzung, die in der Regel an einen Betreiber vermietet oder verpachtet ist

Gesetzliche Grundlagen

  • Keine besonderen

Beispiele für Managementimmobilien

Jede Art von Immobilien, deren Nutzung dem Eigenbetrieb dient, so z.B.

  • Sportstadien
  • Gewerbeimmobilien
  • Shopping-Centers
  • Spitalimmobilien
  • Pflegeimmobilien
  • Seniorenimmobilien

Erfolgsabhängigkeit

Der wirtschaftliche Erfolg der Managementimmobilie hängt massgeblich ab

  • von den allgemeine Einflussfaktoren für die Immobilie
  • vom nachhaltigen Immobilienertrag (im eigenen Betrieb bzw. durch die Subnutzer)
  • von der Person des Betreibers (hier Eigentümer + ggf. der Subnutzer)
  • von den Qualitäten des Betreiberkonzept.

Weiterführende Informationen auf » unternehmensimmobilien.ch

Objektproblem

  • oft spezifische Nutzerausrichtung, hier Eigentümer
  • Ausnahme: Büroimmobilien.

Eingeschränkte Drittverwendbarkeit

  • meist kann die auf die Eigentümerin ausgerichtete Baute nur mit erheblichem Aufwand umgenutzt und marktfähig gemacht werden
  • höhere Anforderungen an die Rendite.

Die Drittverwendbarkeit hängt stark von der Nutzungsart ab:

  • Büroimmobilien: hohe Drittverwendungsfähigkeit
  • Pflegeimmobilien: geringe Drittverwendungsfähigkeit

Der Kreditgeber berücksichtigt die Drittverwendbarkeitsrisiken in seiner Finanzierungslimite ebenfalls.

Bewertung von Managementimmobilien

Für die Bewertung von Managementimmobilien gelten spezielle Faktoren:

  • Betriebswirtschaftliche Rahmendaten
  • Nutzungstyp
  • Markt- und Wettbewerbsanalyse
  • Standortanalyse
  • Konzeption von Grundstück und Baute(n).

Ferner sollten analysiert werden:

  • Mietverträge und Nachträge mit den Subnutzern
  • Teil-Bilanz und Teil-Gewinn- und Verlustrechnung zur Immobilie

» Weiterführende Informationen zur Schätzung von Immobilien

Rückstellungen

  • Notwendigkeit der Bildung von Rückstellungen für notwendige Umbaumassnahmen in angemessener Höhe

Finanzierung und Steuern

» Finanzierung von Managementimmobilien

» Managementimmobilien und Steuern

Drucken / Weiterempfehlen: